Geschichte

Die ersten eigenen Kirchen haben die deutschen Lutheranen 1714, die slowakischen  Lutheranen 1715 gebaut. Diese wurden durch Brand am 18. Juli 1729 zerstört. Die Kirchen wurden 1730 renoviert und erneuert. Die Stadt Modra war ein kirchliches Zentrum für die ganze Umgebung – zum Gottesdienst kamen Leute aus Schweinsbach (Švansbach; Viničné), Pezinok, Cajla, Leváre und sogar aus Častá und Grob. Die Kirche war nicht groß genug für so viele Menschen, daher wurde diese im Jahr 1771 um ca. 10 Meter verlängert und 1775 wurde eine neue Orgel angeschafft.

Am 29. Juni 1825 wurde feierlich der Grundstein einer neuen Kirche gelegt, der Bau der Kirche wurde jedoch aufgrund eines Brandfalls in der Stadt (am 6. Juli) verschoben. Der Bau hat intensiv fortgesetzt nachdem Michal D. Doležal im Jahr 1829 nach Modra kam, so dass die Kirche 1835 fertiggestellt wurde. Die Kirche wurde ohne einen Turm gebaut. Die Einweihung fand am 20. August 1835 statt. Zuerst fand ein Gottesdienst um 7 Uhr in der deutschen Kirche statt, wo sich die slowakischen Lutheranen bei den Deutschen bedankt haben, danach gingen Alle in die slowakische Kirche, wo die Feier fortsetzte. Dort gab es drei Predigten anlässlich der Einweihung: eine slowakische von Doležal, eine deutsche von Zauner aus Limbach und eine ungarische von Kanka aus Grob; eine vierte Predigt wurde anlässlich der Taufe von drei Kindern gehalten und eine fünfte zur Beichte. Der anwesende Bischof  Štrompsky hatte im Rahmen der Liturgie nur zwei Gebete („zwei Altargebete“).

Beim Bau der Kirche zeigte sich die Eifer und Hingabe unserer Vorfahren, aber auch die Solidarität anderer Kirchengemeingen und Kirchenbezirke in der Slowakei. Michal Doležal hat dazu angemerkt: „Dies war eine wesentlihe Hilfe, an die sich die evangelische Kirche immer mit Dankbarkeit erinnern wird!“

Am 15. April 1885 wurde der Grundstein des Turms gelegt. Die Nebentür in die Kirche wurde zugemauert und alle drei Ausgänge mündeten in die Straße. Im Turm waren drei Bronzeglocken. In diesem Zeitraum wurde in die Kirche auch eine neue Orgel platziert.

Interessant ist auch die Bauweise: die alte Kirche blieb aufrechterhalten – in dieser fanden weiterhin Gottesdienste statt – um die Kirche wurden die Mauern der neuen Kirche gebaut. Die Kirchengemeinde brauchte für die größere Kirche ein Baugrundstück, daher wurden zwei anliegende Häuser gekauft, die nachfolgend abgerissen wurden. Nach zwei Jahren waren die Mauern fertig und slowakische Lutheranen haben mit den deutschen Lutheranen eine Vereinbarung getroffen, so dass die Gottesdienste in der deutschen Kirche stattfinden konnten. Über diese Vereinbarung vom 28. Oktober 1827 schreibt der Pfarrer Michal D. Doležal.

Als 1935 das 100. Einweihungsjubiläum der slowakischen Kirche gefeiert wurde, wurde ein neues Altarbild sowie eine neue Orgel von der Firma Rieger angekauft – diese wurde am 27. Oktober 1935 geweiht.

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